Kräuter pflanzen & ernten leicht gemacht

Erde vorbereiten ¦ Aussaat & Pflege ¦ Umtopfen ¦ Saatgutlagerung ¦ Kräutervermehrung ¦ Düngen ¦ Ernten


Kokos Quelltabletten Anleitung

 

Mit unserer Kokos Quelltabletten Anleitung kannst du ganz einfach deine Kokoserde zur Anzucht herstellen. Zu Beginn entnimmst du eine Kokos Quelltablette und gibst sie in eine Schüssel mit ca. 100 ml lauwarmem Wasser. Die Kokos Quelltablette nimmt das Wasser in wenigen Sekunden auf und vergrößert sich in etwa um das Siebenfache seiner ursprünglichen Größe. Nun kannst du die fertige Kokoserde entnehmen und drückst das überschüssige Wasser leicht aus.


Die richtige Aussaat und Pflege

Du hast deine Loveplants Bio Kräuersamen bekommen und kannst es nicht mehr erwarten deine Sprösslinge wachsen zu sehen? Perfekt! Dann brauchst du nur noch unserer einfachen Anleitung zu folgen damit deine Pflanzen die richtigen Bedingungen zum Keimen und genug Platz zum Wachsen bekommen.

Für ein gesundes Wachstum deiner Kräuter musst du deine Bio Kräutersamen richtig pflanzen. Das beginnt bereits bei der Aussaat deiner Bio Kräutersamen. Da uns das Wohl der Pflanzen am Herzen liegt, helfen wir dir von Anfang an mit unserem Ratgeber, denn aller Anfang sollte nicht schwer sein!

Grundsätzlich musst du zu Beginn einmal wissen, dass es zwei Arten von Keimtypen gibt, nämlich Lichtkeimer und Dunkelkeimer. Lichtkeimer benötigen, wie der Name es schon erahnen lässt, Licht um zu keimen. Diese Kräutersamen säen wir deshalb an der Erdoberfläche aus und drücken sie nur leicht an. Die Bio Samen werden nicht mit Erde abgedeckt, denn das würde die Keimung verhindern. Diese Vorgehensweise gilt z.B. für die Basilikum Aussaat, Oregano Aussaat und Thymian Aussaat

Dunkelkeimer

Dunkelkeimer können ohne Licht keimen. Die Kräutersamen säen wir einfach aus und bedecken sie mit 1 – 1,5 cm Erde. Nun können wir unsere Kräutersamen keimen lassen. Diese Vorgehensweise solltest du beim Petersilie aussäen befolgen. Ein Tipp von uns, wenn du besonders schnell deine Kräutersamen keimen lassen willst: Petersilie kommt noch schneller ans Tageslicht, wenn du unsere Bio Kräutersamen ca. 2-4 Stunden in lauwarmem Wasser einweichst, bevor du sie aussäst.

Gib deinen Sprösslingen täglich genügend Wasser um die Kokoserde feucht zu halten.Schon bald wirst du ihr Wachstum bewundern können. Während der Keimphase brauchen alle deine Schützlinge ausreichend Wasser, damit sie sich problemlos entwickeln können. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 15-20 °C.

Lichtkeimer

Bei den Lichtkeimern wie Basilikum, Oregano und Thymian kann tägliches gießen den Keimprozess so beschleunigen, dass du schon nach 1-2 Wochen die ersten Erfolge deiner Anzucht siehst. Dunkelkeimer brauchen von Natur aus länger um zu keimen. Du musst dir also keine Sorgen machen, wenn du nach mehreren Wochen noch keine Keimlinge sehen kannst. Bei der Petersilie kommen die ersten Pflänzchen nach ca. 2-4 Wochen zum ersten mal ans Tageslicht. Mit unserem Einweich-Tipp, siehe oben, beschleunigst du die Keimung.

Es ist auch wichtig, dass du den passenden Standort für deine jungen Schützlinge findest, damit sie die besten Bedingungen zum Wachsen haben. Thymian, Basilikum und Oregano bevorzugen einen sonnigen Standort. Petersilie bevorzugt einen halbschattigen Standort.


Umtopfen

 

Das Umtopfen ist ein sehr wichtiger Prozess, den viele unterschätzen. Häufig wird geglaubt, dass die Pflanzen ewig in ihrem Anzuchttopf weiterwachsen können oder es fehlt einfach die Lust die Sprösslinge in einen größeren Topf umzupflanzen. Mit unserer Anleitung und unseren praktischen Kokos Anzuchttöpfen machen wir es dir besonders leicht deine Sprösslinge umzutopfen. Du musst deine Keimlinge gar nicht aus dem Topf ausgraben, da sich der Anzuchttopf von ganz allein und auf umweltfreundliche Weise biologisch abbaut. Deine Pflanzen bleiben völlig unverletzt im Anzuchttopf und die Wurzeln können problemlos durch den Topf hindurch wachsen.

Einige Wochen nach der Aussaat ist es so weit. Wir müssen die Kräuter umtopfen. Deine Sprösslinge haben sich entwickelt und wachsen prächtig heran. Sie werden größer und brauchen mehr Platz und mehr Nährstoffe als in der Keimphase. Nun können sie entweder im Garten oder in einem größeren Topf weiterwachsen und sich weiter entfalten. In unserem Ratgeber haben wir das Wichtigste zum Kräuter Umtopfen für dich zusammengefasst.

Petersilie umtopfen

Sobald deine Petersilie zu einer Größe von etwa 3-4 cm herangewachsen ist, solltest du die Petersilie umtopfen um deiner Pflanze mehr Platz zum Gedeihen zu geben. Im Gartenbeet empfehlen wir dir die einzelnen Anzuchttöpfe im Reihenabstand von 30 cm in die Erde zu setzen. Wenn du die Keimlinge im Topf halten willst, empfehlen wir dir einen Topf, der mindestens 25 cm hoch ist und ein Abflussloch hat um Staunässe zu verhindern. Eine geringere Topfhöhe ist ebenfalls möglich, jedoch erreicht deine Petersilie dann eine geringere Wuchshöhe, da die Wurzeln weniger Platz haben. Für 6-8 Pflanzen empfehlen wir einen Topfdurchmesser von 25 cm. Beim Umtopfen solltest du darauf achten einen möglichst großen Abstand zwischen den einzelnen Anzuchttöpfen einzuhalten.

Um deiner Petersilie optimale Bedingungen zum Wachsen zu geben, solltest du nährstoffreiche Erde verwenden. Mit humoser Gartenerde ist Petersilie optimal versorgt, da sie ein gutes Nährstoffangebot liefert. Für die Topfhaltung ist ein Gemisch aus Komposterde und Gartenerde ebenso wie Bio Kräutererde empfehlenswert

Tipp: Je mehr Platz du deiner Petersilie zum Wachsen gibst, umso größer und kräftiger kann sie werden.

Basilikum umtopfen

Am besten kannst du Basilikum umtopfen, wenn die Pflanzen ca. 2-3 cm groß sind. Rechtzeitiges Umtopfen lässt deinen Basilikum besser gedeihen und schnell heranwachsen. Du kannst deinen Basilikum entweder in einen größeren Topf umtopfen und im Haus wachsen lassen oder ihn nach draußen stellen, wenn die Temperaturen geeignet sind. Dein Basilikum braucht mindestens 16 Grad und kann am besten nach draußen umgesiedelt werden, wenn die Eisheiligen Mitte Mai überstanden sind.

Im Gartenbeet empfehlen wir dir die einzelnen Anzuchttöpfe mit den Keimlingen im Abstand von 20×20 cm in die Erde zu pflanzen. Wenn du die Keimlinge im Topf halten willst empfehlen wir dir einen Topf zu nehmen, der mindestens 20 cm hoch ist und ein Abflussloch hat. Eine geringere Topfhöhe ist ebenfalls möglich, jedoch erreicht dein Basilikum dann eine geringere Wuchshöhe, da die Wurzeln weniger Platz haben. Für 6-8 Pflanzen empfehlen wir einen Topfdurchmesser von 25 cm um den optimalen Auswuchs der Pflanzen zu gewährleisten. Beim Umtopfen solltest du darauf achten einen möglichst großen Abstand zwischen den einzelnen Anzuchttöpfen einzuhalten.

Damit sich dein Basilikum problemlos entfalten kann, ist es natürlich wichtig die richtige Erde zu verwenden. Wir empfehlen für die Erde ein Gemisch aus Komposterde und Gartenerde zu verwenden. Auch Bio Kräutererde vermengt mit etwas Sand wird die Bedürfnisse deiner Pflanzen bestens erfüllen. 

Tipp: Je mehr Platz du deinem Basilikum zum Wachsen gibst, umso größer und kräftiger kann er werden.

Thymian umtopfen

Du kannst deinen Thymian umtopfen, wenn er ca. 3-4 cm groß ist. Dann ist es nämlich an der Zeit deinen Keimlingen mehr Platz zum Wachsen zu schenken. 

Im Gartenbeet empfehlen wir dir die einzelnen Anzuchttöpfe im Abstand von 20×20 cm in die Erde zu setzen. Für ein optimales Wachstum benötigt dein Thymian die richtige Erde. Dazu empfehlen wir dir deine Gartenerde mit ca. 30 bis 40% Quarzsand, feinem Blähton, Lavastein oder Zeolith zu vermischen. Thymian braucht einen lockeren Boden, daher sollte deine Gartenerde nicht schwer sein. 

Wenn du die Keimlinge im Topf halten willst, empfehlen wir dir einen Topf zu nehmen, der etwa 20 cm hoch ist und ein Abflussloch hat. Beim Umtopfen solltest du darauf achten einen möglichst großen Abstand zwischen den einzelnen Anzuchttöpfen einzuhalten. Für 20-30 Pflanzen sollte der Topf einen Durchmesser von mindestens 25 cm haben. Fülle unten in den Topf 2-4 cm Blähton oder kleine Kieselsteine. Darauf kommt ein Erdgemisch aus Bio Kräutererde und Sand oder Kies im Verhältnis zwei zu eins. Diese Erdmischung belüftet die Wurzeln und verhindert Fäulnis.

Tipp: Je mehr Platz du deinem Thymian zum Wachsen gibst, umso größer und kräftiger kann er werden.

Oregano umtopfen

Oregano kannst du, so wie Thymian, bei einer Größe von ca. 2-4 cm umtopfen oder sobald das zweite Blattpaar über den Keimblättern sichtbar ist. Im Gartenbeet empfehlen wir dir die einzelnen Anzuchttöpfe im Abstand von 25×25 cm in die Erde zu setzen. Oregano bevorzugt durchlässige, trockene Böden, die eher kalkhaltig sind. Lehmige Gartenböden können mithilfe von Lava- oder Quarzsand aufgelockert werden.

Wenn du die Keimlinge im Topf halten willst empfehlen wir dir einen Topf zu nehmen, der etwa 20 cm hoch ist und ein Abflussloch hat um Staunässe zu vermeiden. Beim Umtopfen solltest du darauf achten einen möglichst großen Abstand zwischen den einzelnen Anzuchttöpfen einzuhalten. Für 15-20 Pflanzen sollte der Topf einen Durchmesser von mindestens 25 cm haben. Damit dein Oregano alles hat was er zum Wachsen braucht, verwendest du am besten Kräutererde vermengt mit Sand. Dieser lockert die Erde auf. Dazu sollte eine Dränageschicht eingearbeitet werden um Staunässe zu vermeiden. Dafür kannst du Blähton oder Kies unten in den Topf füllen.  

Tipp: Je mehr Platz du deinem Oregano zum Wachsen gibst, umso größer und kräftiger kann er werden.


Saatgutlagerung

Unsere Bio Samen sind kleine Wunder der Natur, die auch noch nach mehreren Jahren Saatgutlagerung keimen können. Die Bio Samen sind in speziellen Keimschutztüten verpackt und gut vor Licht geschützt. Damit du noch länger Freude an deinen Bio Kräutersamen hast, haben wir ein paar Tipps für die Saatgutlagerung.

Bei der Saatgutlagerung sind Faktoren wie Temperatur, Licht und Feuchtigkeit wichtig. Die perfekte Temperatur liegt bei ca. 10°C und sollte idealerweise konstant sein. Starke Temperaturschwankungen im Lagerraum sind nicht empfehlenswert. Ein trockenes Raumklima, also eine geringe Luftfeuchtigkeit, ist optimal für die Saatgutlagerung. Eine hohe Luftfeuchtigkeit würde das Risiko erhöhen, dass deine Bio Samen von Pilzen befallen werden. Die Bio Samen müssen lichtgeschützt sein. Dies gewährleisten wir mit unserer Keimschutzverpackung.

Falls du die Saatguttüte geöffnet hast und dein Saatgut für später aufbewahren möchtest, musst du auf einen ausreichenden Lichtschutz achten. Dazu muss das Saatgut in einem Gefäß luftdicht verschlossen werden z.B. in einem Marmeladenglas. Dieses Gefäß stellst du an einen möglichst dunklen Ort. Trockenes und lichtgeschütztes Saatgut hat die beste Keimfähigkeit.

Mit Hilfe unserer Tipps behält dein Saatgut mindestens 1-2 Jahre seine Keimfähigkeit.


Kräutervermehrung

Deine Bio Kräuter schenken dir feinste Aromen und gesunde Vitalstoffe, solange sie leben. Aber das ist noch längst nicht alles, was sie dir schenken. Wenn du von deinen Kräutern nicht genug bekommen kannst, schenken sie dir sogar Samen für weitere Pflanzen. Mit den Samen kannst du deine Kräuter selber vermehren und neue Pflanzen züchten. In unserem Ratgeber zeigen wir dir, wie es geht.

Basilikum vermehren

Um Samen aus deiner Basilikumpflanze zu gewinnen brauchst du gar nicht viel zu tun. Den größten Teil übernimmt die Pflanze von ganz allein. Du lässt den Basilikum einfach solange wachsen und gedeihen bis er blüht. (Bild von Blüte einfügen) Den nächsten Schritt übernimmt die Natur. Stelle deine Basilikumpflanze nach draußen damit sie bestäubt wird. Sobald die Pflanze verblüht kannst du die Samen einfach entnehmen. Und schon hast du deine Samen und kannst neue Bio Basilikumpflanzen aufziehen.

Es gibt beim Basilikum noch eine zweite Art der Vermehrung; die Vermehrung durch Stecklinge. Dazu schneidest du eine Triebspitze von deinem Basilikum ab. Sie sollte eine Länge von 10 bis 15cm haben. Damit dein Basilikum neue Triebe ausbildet, sollte die Schnittstelle knapp über einem Blattpaar liegen. Am besten schneidest du den Stiel schräg an, wie man es von vielen Schnittblumen kennt, damit er mehr Wasser saugen kann. Die Blätter an der unteren Hälfte deines Triebes solltest du abzupfen. Danach kannst du den Trieb in ein Glas mit Wasser stellen. Der optimale Standort ist warm und halbschattig. Nach einigen Wochen fängt dein Basilikumtrieb an Wurzeln zu bilden. Wenn die Wurzeln 4 bis 5cm lang sind kannst du den Trieb in einen Topf oder draußen im Beet einpflanzen.


Oregano vermehren

Bei der Oregano Vermehrung gibt es, so wie beim Basilikum, zwei Möglichkeiten, wenn du deine Kräuter selber vermehren möchtest. Die klassische Vermehrung funktioniert über die Samen. Nachdem dein Oregano ausgeblüht ist kannst du die kleinen Samen von ihrer Blüte befreien, einpflanzen und neue Pflanzen heranwachsen lassen. Wenn du deine aromatischen Oregano Blüten lieber zupfst und damit deine Salate verfeinerst gibt es auch noch eine andere Möglichkeit den Oregano zu vermehren.                                   

Du kannst einzelne Triebe deines Oregano abschneiden. Der Trieb sollte mindestens drei bis vier Blattpaare haben. Deinen Schützling kannst du direkt in Kokoserde einsetzen. Wenn du die Erde stets feucht hältst, bilden sich nach einer guten Woche die ersten Wurzeln.


Thymian vermehren

Wenn du deinen geliebten Thymian vermehren möchtest hast du zwei Methoden zur Auswahl. Du kannst warten bis dein Thymian blüht und dann die extrem feinen Thymiansamen entnehmen und von neuem aufziehen.

Thymian kannst du zudem vermehren indem du einen Trieb abschneidest, der nicht ausgereift ist. Einen unreifen Trieb erkennst du daran, dass er noch komplett grün ist. Deinen Steckling kannst du direkt in Kokoserde einpflanzen. Wenn du die Erde stets feucht hältst bildet der Steckling nach mehreren Wochen seine eigenen Wurzeln.


Petersilie vermehren

Petersilie gehört zu den Kräuterarten, die nicht mehr verzehrt werden dürfen, wenn sie beginnen zu blühen. Die Petersilie hat ihre Blütezeit in ihrem zweiten Lebensjahr zwischen Juni und Juli. Kurz vor ihrer Blütezeit sind die Kräuter am aromatischsten. Dann kannst du also ein letztes mal möglichst viel von deinen Kräutern ernten.

Die Pflanze wird von Insekten befruchtet und beginnt dann zu blühen. Sobald deine Petersilie verblüht ist kannst du die Samen einfach entnehmen und für deine nächste Aufzucht verwenden.


Kräuter düngen-Tipps und Tricks

Wir von Loveplants wollen natürlich, dass du möglichst lange Freude an deinen Bio Kräutern hast. Deshalb ist nicht nur die richtige Ernte und Aussaat wichtig, sondern auch der richtige Kräuterdünger. Damit du deine Kräuter in ausreichenden Mengen mit genau den richtigen Nährstoffen versorgst, erfährst du von uns alles, was du wissen musst.

So unterschiedlich, wie die Aromen und Nährstoffe deiner Kräuter sind, so unterscheiden sich  auch die Bedürfnisse deiner Pflanzen in Sachen Dünger. Falls dein Kräutergarten aus Kräutern mit kleinen Blättern oder nadelartigen Blättern besteht (z.B. Lavendel, Rosmarin,Salbei, Sauerampfer), dürfen deine Pflanzen nicht gedüngt werden. Auch bei der Pflege von Wildkräutern gilt, weniger ist mehr.

Bei Kräutern mit großen Blättern (z.B. Basilikum, Petersilie) ist das Gegenteil der Fall. Diese Pflanzen brauchen besonders viel Pflege und entsprechend reichlich Dünger um mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu werden.

Wie oft soll ich meine Kräuter düngen?

Für deine Gartenkräuter reicht es aus, wenn du sie einmal im Frühjahr düngst. Heilkräuter vertragen eine Düngung pro Monat, wenn sie auf dem Balkon stehen. Wenn du bemerkst, dass deine Pflanzen sichtbar geschwächt sind, kannst du ihnen alle zwei Wochen eine Düngung verabreichen.

Wenn du deine Pflanzen in Kräutererde eingepflanzt hast, brauchst du sie ca. 6-8 Wochen nicht zu düngen, denn die Kräutererde ist bereits vorgedüngt. Deine Pflanzen werden also von Anfang an mit einem Vorrat an Nährstoffen versorgt. Zusätzlichen Kräuterdünger kannst du dir also sparen, da es deinen Pflanzen mehr schaden als nützen würde. Nach ca. 6-8 Wochen neigen sich die meisten Nährstoffreserven in der Kräutererde dem Ende. Dann solltest du mit dem Düngen beginnen. Rosmarin, Thymian oder Lavendel sollten nach wie vor sparsamer gedüngt werden, da sie von Natur aus sehr gut auf nährstoffarmen Böden wachsen können.

Womit kann ich Kräuter düngen?

Eine Möglichkeit zum Kräuter Düngen ist die Verwendung von Kalk. Bei dieser Dünger Variante ist Vorsicht geboten, wenn du deine Pflanzen mit Leitungswasser gießt. Da Leitungswasser kalkhaltig ist kann es schnell passieren, dass deine Pflanze zu viel Kalk bekommt und eingeht. Basilikum, Oregano und Thymian haben einen eher niedrigen Kalkbedarf. Deshalb solltest du bei diesen Kräutern vorsichtiger sein, wenn du sie mit kalkhaltigem Wasser gießt und zusätzlich Kalk Dünger verwendest. Petersilie hingegen hat einen hohen Kalk- und Nährstoffbedarf. Wenn deine Kräuter im Garten wachsen und mit Regenwasser statt Leitungswasser gegossen werden, ist die Verwendung von Kalk eher ratsam, da Regenwasser nicht kalkhaltig ist.

Zum Düngen kannst du festen organischen Dünger verwenden, der beim Düngen in den Boden eingearbeitet wird. Wenn du Flüssigdünger nutzt, gießt du ihn immer unter die Pflanze auf die Erde, aber niemals auf die Blätter. Bei beiden Dünger Arten gilt, dass sie einen geringen Phosphor Anteil haben sollten. Am besten kannst du in den Morgen- oder Abendstunden düngen, aber nie bei voller Sonneneinstrahlung. Das gleiche gilt auch für das Gießen deiner Pflanzen.

Kräuterdünger selber mischen

Ein guter Kräuterdünger muss nicht immer gekauft sein. Du kannst dir deinen Kräuterdünger mit unserer

einfachen Anleitung selber anmischen. Dazu brauchst du nur eine Schaufel Komposterde. Die Komposterde sollte sehr dunkel sein, fast schwarz, und nach frischer Erde riechen. Die Komposterde verdünnst du mit einem Eimer Wasser und lässt das ganze ziehen. Damit hast du einen hervorragenden organischen Langzeitdünger mit dem du deine Kräuter gießen kannst. Eine ganz umweltfreundliche, natürliche Methode, die zudem schnell und einfach gemacht ist! Besonders für Kräuter, die einen mittelhohen Nährstoffbedarf haben wie z.B. Oregano eignet sich dieser Kompostdünger perfekt. Er düngt die Pflanzen nicht im herkömmlichen Sinne, sondern versorgt sie langfristig mit Nährstoffen.

Falls du keinen Kompost zur Hand hast, kannst du Kräuter wie Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Beinwell, Minze, Kamille und Wermut verwenden. Die Kräutermasse übergießt du  mit einem Eimer Wasser und lässt den Sud 24 Stunden ziehen. So schnell und einfach ist dein Kräuterdünger gemacht!

Notfall Dünger

Kaffeesatz ist eine kurzzeitige Alternative zum Düngen. Er versorgt die Pflanzen mit Stickstoff, Phosphor und Kalium. Kaffeesatz ist säurehaltig und senkt den ph-Wert der Erde. Daher ist diese Alternative gut für Pflanzen geeignet, die säurehaltige Böden bevorzugen. Gerade für Oregano sollte Kaffeesatz nicht verwendet werden, denn Oregano ist eine kalkliebende Pflanze.


Kräuter Ernte

Wenn deine Pflanzen erst einmal zu wunderschönen Kräutern heran gewachsen sind, ist es Zeit deine Kräuter zu ernten. Dann kannst du endlich die Aromen und den vollen Geschmack deiner Kräuter genießen. Damit du deinen Kräutern bei der Ernte nicht schadest ist es wichtig, dass wir die Kräuter richtig ernten.

Basilikum ernten    

Das Königskraut verpasst deinen Speisen eine besonders aromatische Note. Beim Kräuter ernten passieren jedoch häufig Fehler unter denen dein Basilikum extrem leidet. Oft werden nur die großen Blätter des Basilikums abgezupft. Dies schadet der Pflanze und raubt ihr die Wachstumskraft. Besser ist es stets die Triebspitzen abzuschneiden. Der Schnitt sollte am besten knapp über dem nächst kommenden Blattpaar erfolgen.

Mit dieser Ernte Technik pflegst du deine Basilikumpflanze. Neue Triebe können wachsen und dein Basilikum wird buschiger. Zudem verzögerst du damit das Blühen der Pflanze. Damit bleibt das intensive Aroma noch länger bestehen. Sobald dein Basilikum blüht verbraucht er seine Kraft und stirbt meistens schon nach kurzer Zeit.

 Petersilie ernten   

Petersilie solltest du, so wie Basilikum, nicht abzupfen. Wenn du deine Kräuter genießen möchtest, ernte sie schonend und ohne die Pflanze zu schädigen. Schneide die Stiele ab, die mindestens drei Blattpaare haben. Das regt das Pflanzenwachstum an. Schneide immer zuerst die äußeren Stiele ab und entferne gelbe Blätter.

Beim Ernten darfst du niemals das Herz deiner Petersilie erwischen. Dann kann die Petersilie nämlich nicht mehr nachwachsen und die Pflanze geht ein. Das Herz befindet sich meist in der Mitte und kannst du daran erkennen, dass der Stiel dicker ist. Aus dem verdickten Stiel heraus bilden sich die Triebe. Diese Triebe solltest du bei der Ernte abschneiden. Schneide jedoch nie den verdickten Stiel ab. Sobald deine Petersilie beginnt zu blühen ist sie nicht mehr genießbar, da die Samen und Blätter Giftstoffe enthalten.

Oregano ernten  

Oregano gehört zu den Kräutern, die ganz besonders pflegeleicht sind. Die Pflanze wächst sehr schnell und ist sehr robust. Beim Oregano kannst du ganze Zweige abschneiden und die jungen Zweige frisch verzehren oder mitkochen. Wenn deine Zweige schon etwas älter und holzig sind solltest du die Blätter vom Zweig trennen.

Du kannst die Kräuter jederzeit ernten und das besonders mediterrane Aroma auf deiner Pizza oder anderen Gerichten genießen. Am besten entfaltet Oregano sein Aroma jedoch im Hochsommer. Wenn er blüht, hat er am meisten ätherische Öle ausgebildet und schmeckt am besten. Je mehr Sonne deine Oregano Pflanze bekommt, umso mehr seiner aromatischen Öle entwickeln sich. Um das vollste Aroma zu genießen, können wir den Oregano ernten, wenn die Pflanze besonders viel Sonnenlicht tanken konnte. Ein sonniger und trockener Tag ist perfekt für die Ernte. Anders als bei vielen anderen Kräutern z.B. Petersilie ist beim Oregano die Blüte genießbar. Die Blüte ist sogar sehr aromatisch und vielseitig verwendbar. 

Oregano bewahrt sein Aroma auch beim Trocknen und Einfrieren. Zum Trocknen können ganze Zweige abgeschnitten werden und in Büscheln zusammengebunden zum Trocknen aufgehängt werden oder einzeln ausgelegt werden. Das Trocknen dauert in einem luftigen, trockenen Raum etwa eine Woche. Die getrockneten Blätter können in einem luftdichten Gefäß aufbewahrt werden. Die vertrockneten Zweige sollten entfernt werden. Wenn du deine Oreganozweige einfrierst, können die Blätter im tiefgefrorenen Zustand später besonders einfach von den Zweigen abgelöst werden. Wenn die Blätter sofort nach der Ernte vom Zweig abgezupft werden, verliert der Oregano seine wertvollen ätherischen Öle.

Thymian ernten   

Dein Thymian kann das ganze Jahr über geerntet werden. Dazu kannst du einfach Zweige abschneiden. Die jungen Zweige kannst du frisch verzehren oder mitkochen um deine Speisen mit den frischen Bio Kräutern zu verfeinern. Bei etwas älteren, holzigen Zweigen solltest du die Blätter vom Zweig trennen.

Thymian ernten wir am besten am späten Vormittag oder zur Mittagszeit. Ein sonniger und trockener Tag ist perfekt für die Ernte. Dann enthält der Thymian nämlich die höchste Konzentration an wertvollen ätherischen Ölen und hat den intensivsten Geschmack. Der perfekte Erntezeitpunkt ist kurz bevor der Thymian blüht. Mit der Blüte entfaltet er sein vollstes Aroma.

Thymian bewahrt sein volles Aroma auch beim Trocknen und Einfrieren. Zum Trocknen können ganze Thymianzweige abgeschnitten werden und in Büscheln zusammengebunden zum Trocknen aufgehängt oder einzeln ausgelegt werden. Das Trocknen dauert in einem luftigen, trockenen Raum etwa eine Woche. Die getrockneten Blätter können in einem luftdichten Gefäß aufbewahrt werden. Die vertrockneten Zweige sollten entfernt werden. Wenn du deinen Thymian einfrierst, können die Blätter im tiefgefrorenen Zustand später besonders einfach von den Zweigen abgelöst werden.