Bio Grüne Minze

Aussaat & Pflege ¦ Umtopfen ¦ Vermehrung ¦ Düngung ¦ Ernte

Aussaat & Pflege

 

Aussaat:drücke die Samen an die Oberfläche leicht an und befeuchte die Erde. Die Samen dürfen nicht mit Erde bedeckt werden, da es Lichtkeimer sind.

Bei geplanter Zimmerhaltung im Topf kann ganzjährig ausgesät werden. Verwende für 10-20 Pflanzen einen Topf mit einem Mindestdurchmesser von 30 cm. Der Topf sollte etwa 30 cm hoch sein und ein Abflussloch haben.

Für die Freilandhaltung sollten die Pflanzen in Anzuchttöpfen vorgezogen werden. In einem 5 x 5 cm großen Anzuchttopf können 2-5 Samen ausgesät werden.

Die Freilandsaat ist ab Mai möglich. Dabei ist ein Pflanzabstand von 15 bis 30 cm nötig. Es sollte kein Frost mehr zu erwarten sein und die Temperatur sollte konstant über 18 Grad liegen. Ein Vorziehen im Anzuchttopf ist zu empfehlen.

  • Keimtemperatur: Die optimale Keimtemperatur liegt bei 20 °C.
  • Standort: leicht sonnig bis halbschattig
  • Keimdauer: ca. 2 Wochen

Gießen: Während des Keimprozesses solltest du die Erde stets feucht halten. Eine Sprühflasche ist dafür bestens geeignet. Ein Austrocknen der Erde und Samen kann dazu führen, dass die Samen nicht keimen. Ein übermäßiges Gießen kann dazu führen, dass die Samen unter die Erde geschwemmt werden. Dies führt ebenfalls dazu, dass die Lichtkeimer nicht keimen können. Daher ist es sehr wichtig regelmäßig vorsichtig zu gießen, sodass die Samen stets feucht sind, die Erde jedoch nicht überschwemmt wird. Nach der Keimphase können die Pflanzen in Maßen gegossen werden, wenn die Erdoberfläche leicht angetrocknet ist. Dies kann vor dem Gießen einfach mit einer Daumenprobe geprüft werden. Wenn die Blätter hängen oder die Pflanzen sich biegen ist es aller höchste Zeit zu gießen. Nichtsdestotrotz sollte Staunässe vermieden werden. Zum Gießen kann Leitungswasser in Zimmertemperatur verwendet werden. Kalkhaltiges Wasser verträgt die Minze gut.

Tipp: Gieße immer die Erde, jedoch nicht die Blätter, denn diese können unter Sonneneinstrahlung leicht verbrennen. 


Umtopfen

Das Umtopfen ist ein sehr wichtiger Prozess, den viele unterschätzen. Häufig wird geglaubt, dass die Pflanzen ewig in ihrem Anzuchttopf weiterwachsen können oder es fehlt einfach die Lust die Sprösslinge in einen größeren Topf umzupflanzen. Mit unserer Anleitung und unseren praktischen Kokos Anzuchttöpfen machen wir es dir besonders leicht deine Sprösslinge umzutopfen. Du musst deine Keimlinge gar nicht aus dem Topf ausgraben, da sich der Anzuchttopf von ganz allein und auf umweltfreundliche Weise biologisch abbaut. Deine Pflanzen bleiben völlig unverletzt im Anzuchttopf und die Wurzeln können problemlos durch den Topf hindurch wachsen.

Einige Wochen nach der Aussaat ist es so weit. Wir müssen die Kräuter umtopfen. Deine Sprösslinge haben sich entwickelt und wachsen prächtig heran. Sie werden größer und brauchen mehr Platz und mehr Nährstoffe als in der Keimphase. Nun können sie entweder im Garten oder in einem größeren Topf weiterwachsen und sich weiter entfalten. In unserem Ratgeber haben wir das Wichtigste zum Kräuter Umtopfen für dich zusammengefasst.

Deine Minze umtopfen

Umtopfen: Keimlinge bei einer Wuchshöhe von 2-3 cm umtopfen. Die Keimlinge werden mitsamt des Anzuchttopfs umgepflanzt, denn dieser ist biologisch abbaubar. Im Gartenbeet empfehlen wir dir die

einzelnen Anzuchttöpfe mit den Keimlingen im Abstand von 40 bis 50 cm in die Erde zu pflanzen. Dabei würden wir dir empfehlen, dass du eine Rhizomsperre anlegst, da alle Minzearten sich extrem schnell durch Wurzelausläufer vermehren. Die Rhizomsperre verhindert die unkontrollierte Verbreitung deiner Minze. Hier solltest du darauf achten die Sperre mindestens 50cm tief senkrecht ins Erdreich und kreisförmig um die Pflanze einzusetzen.      

Wenn du die Keimlinge im Topf halten willst, empfehlen wir dir einen Topf zu verwenden, der mindestens 30 cm hoch ist und ein Abflussloch hat. Eine geringere Topfhöhe ist ebenfalls möglich, jedoch erreicht deine Minze dann eine geringere Wuchshöhe, da die Wurzeln weniger Platz haben. Für 10-20 Pflanzen empfehlen wir einen Topfdurchmesser von 30 cm um den optimalen Auswuchs der Pflanzen zu gewährleisten.

Tipp: Je mehr Platz deine Minze zum Wachsen hat, umso größer und kräftiger kann sie werden.

Erde: Deine Minze ist nicht sehr anspruchsvoll und gedeiht auf den meisten Böden. Nur sehr schwere und trockene Böden verträgt die Pflanze nicht gut. Kalkhaltige, durchlässige und humose Bodenqualität sehr zu empfehlen. Bei Topfhaltung füllst du 2-4 cm Blähton oder kleine Kieselsteine in den Topf. Darauf kommt ein Erdgemisch aus Bio Kräutererde und Sand oder feinem Kies im Verhältnis vier zu eins. Diese Erdmischung belüftet die Wurzeln und verhindert Fäulnis.


Grüne Minze Vermehrung

Vermehrung: Um Samen aus deiner Minzepflanze zu gewinnen brauchst du gar nicht viel zu tun. Den größten Teil übernimmt die Pflanze von ganz allein. Du lässt deine Minze einfach solange wachsen und gedeihen bis sie blüht. Den nächsten Schritt übernimmt die Natur. Stelle deine Minzepflanze nach draußen damit sie bestäubt wird. Sobald die Pflanze verblüht kannst du die Samen einfach entnehmen. Und schon hast du deine Samen und kannst neue Bio Minzepflanzen aufziehen.

Es gibt bei deiner Minze noch eine zweite Art der Vermehrung; die Vermehrung durch Stecklinge. Dazu schneidest du eine Triebspitze von deiner Minze ab. Sie sollte eine Länge von 10 bis 15cm haben. Damit deine Minze neue Triebe ausbildet, sollte die Schnittstelle knapp über einem Blattpaar liegen. Am besten schneidest du den Stiel schräg an, so wie man es von vielen Schnittblumen kennt, damit er sie mehr Wasser saugen können. Die Blätter an der unteren Hälfte deines Triebes solltest du abzupfen. Danach kannst du den Trieb in ein Glas mit Wasser stellen. Der optimale Standort ist warm und halbschattig. Nach einigen Wochen fängt dein Minzetrieb an Wurzeln zu bilden. Wenn die Wurzeln 4 bis 5cm lang sind kannst du den Trieb in einen Topf oder draußen im Beet einpflanzen.


Grüne Minze düngen

Wir von Loveplants wollen natürlich, dass du möglichst lange Freude an deinen Bio Kräutern hast. Deshalb ist nicht nur die richtige Ernte und Aussaat wichtig, sondern auch der richtige Kräuterdünger. Damit du deine Kräuter in ausreichenden Mengen mit genau den richtigen Nährstoffen versorgst, erfährst du von uns alles, was du wissen musst.

Düngung: Ist deine Minze im Beet kultiviert benötigt sie nicht viel Pflege. Hier können Hornspäne und etwas organischer Flüssigdünger schon wahre Wunder bewirken. Im Topf solltest alle 2-3 Wochen einen organischen Dünger hinzugeben um deine Pflanzen mit wichtigen Mineralien zu versorgen.


Grüne Minze ernten

Wenn deine Pflanzen erst einmal zu wunderschönen Kräutern heran gewachsen sind, ist es Zeit deine Tee Kräuter zu ernten. Dann kannst du endlich die Aromen und den vollen Geschmack deiner Tee  Kräuter genießen. Damit du deinen Kräutern bei der Ernte nicht schadest ist es wichtig, dass wir die Tee Kräuter richtig ernten.

Ernte: Beim Kräuter ernten passieren häufig Fehler unter denen deine Minze leidet. Oft werden nur die Blätter der Minze abgezupft. Dies schadet der Pflanze und raubt ihr die Wachstumskraft. Besser ist es stets die Triebspitzen abzuschneiden. Der Schnitt sollte am besten knapp über einem Blattpaar erfolgen. Mit dieser Ernte Technik pflegst du deine Minzepflanze. Neue Triebe können wachsen und deine Minze wird buschiger.

Wer den vollen Geschmack seiner Minze genießen möchte sollte ein wenig Geduld haben. Denn Minze entwickelt ihr volles Aroma nicht zu jedem Zeitpunkt. Die besten Gelegenheiten um deine Minze in ihrer vollen Intensität zu verzehren, ist wenn deine Minze kurz vor der Blüte steht und es in den vorherigen Tagen nicht geregnet hat. Am stärksten ist der Geschmack, kurz bevor sich die Knospen deiner Minze öffnen. Sobald deine Minze blüht, verändert sich der Geschmack. Die Blättchen nehmen einen bitteren Geschmack an.